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    Landschaftsfotografie - Tipps für bessere Landschaftsfotos (Part 1)

    Verschiedene Arten von Fotos benötigen verschiedene Tipps, oder Dinge auf die man besonders achten muss. 

    Vor ein paar Wochen ging es hier um die Verbesserung Deiner Portrait-Fotos, um Tipps und Tricks zum Einfangen von Ausdruck und Erscheinung. 

    Diesmal ist die Landschaftsfotografie an der Reihe. In den folgenden 2 Artikeln wird es um Geheimrezepte für sensationelle Aufnahmen Deines Ausblicks gehen!

    Tipp 1: Der Goldene Schnitt

    Der goldene Schnitt ist ein Konzept, an dem man Regeln für eine gelungene Komposition gut ableiten kann - Harmonie auf Deinem Bild ist somit garantiert! 

    Mithilfe des Goldenen Schnitts kann man den Blick des Betrachters gezielt auf einzelne Stellen oder Punkte im Bild lenken. Menschen, Objekte oder andere “Sehenswürdigkeiten” werden somit noch einmal besser betont - das ist für sowohl Fotografen als auch Maler eine grundlegende Regel.

    Und so funktioniert das Ganze:

    Das Bild wird gedanklich in 9 gleich-große Rechtecke unterteilt. Vor deinem geistigen Auge ziehst du also einfach 2 waagerechte und 2 senkrechte Linien, nachdem du Dein Bild in sowohl Länge als auch Breite in Drittel eingeteilt hast.

    Diese Linien haben genau 4 Schnittpunkte, jeweils in den oberen bzw. unteren Dritteln rechts und links im Bild. Wenn Du etwas in deinem Bild betonen möchtest, dann kannst du das gelingsicher tun, indem du dieses Etwas auf genau diese Punkte, die Schnittpunkte deiner gedachten Linien setzt! 

    Um das Ganze besser zu veranschaulichen, ist hier am Rand noch einmal visuell erklärt, welche Stellen gemeint sind. 

    Egal, welches Format Dein Foto hat, in Drittel aufteilen und diese Linien ziehen kann man immer.

    Die Dritte Regel / der Goldene Schnitt. Bild: Pixaby.

    Tipp 2: Spiegelungen zu Nutze machen

    Gerade bei Natur- und Landschaftsfotografie hat man oft wenig Mitsprachrecht dabei, wie das Drumherum auszusehen hat. Da macht die Natur ihr ganz eigenes Ding. Da kann man aber auch durchaus seine Vorteile draus ziehen. Es gibt viele wunderschöne Naturschauspiele, die Dein Foto um einiges interessanter machen können. Eine davon sind Spiegelungen sämtlicher Art - in den meisten Fällen zu finden bei Wasser jeglicher Art. 

    Wo Wasser in der Nähe ist, sind Spiegelungen zu finden, und das kannst Du durchaus zu Deinem Vorteil nutzen! Fotos wirken mit Reflexionen und Spiegelungen oft um einiges lebendiger, offener und insgesamt interessanter. 

    Bei Fotografieren von Wasser kann das Nutzen eines Polfilters von Hilfe sein. Mit Polfiltern kann man Spiegelungen zwar vermindern - aber auch verstärken! Je nachdem, was zu Deinem Bild gerade am Besten passt. 

    Zu Polfiltern haben wir mal einen ganzen Beitrag geschrieben, lies ihn dir gern durch. 

    Beabsichtigte Spiegelungen. Bild: Pixabay.


    Tipp 3: Spannende Vordergründe 

    Ein scheinbar großes Problem bei Landschaftsfotografie ist, dass man den schönsten Ausblick der vor sich haben kann… und wenn man ihn mit der Kamera festhalten möchte, dann wirkt es wie ein mickriger Abklatsch dessen, was die Augen eigentlich sehen. Auf Fotos wirken beeindruckende Ausblicke, hohe Berge und kräftige Farben oft nicht ganz so spannend und großartig wie die Realität sie tatsächlich zeigt. 

    Ein wichtiger Tipp hierbei ist, auf den Vordergrund zu achten! Oft wird die Wichtigkeit des Vordergrundes unterschätzt. Wie eingangs erwähnt: Auf Fotos wirken die beeindruckendsten Aussichten oft überhaupt nicht so, wie sie eigentlich sind - was sich im Vordergrund abspielt, kann durchaus interessant wirken und Spannung ins Bild bringen. 

    Probier’ doch mal aus, wie es wirkt, wenn du dem Vordergrund etwas hinzufügst: Steine, Pflanzen, Menschen, Blumen… tob’ dich gern aus! 

    Habe dabei auch immer unseren ersten Tipp, den goldenen Schnitt, im Hinterkopf - vielleicht wirkt dein Foto dann schon ganz anders.

    Spannende Gestaltung des Vordergrundes. Bild: Pixabay

    Teste einfach für dich selbst, wie Dein Bild wirkt, wenn Du Verschiedenes ausprobierst. Letzten Endes ist es Geschmackssache, was schön ist und was eher langweilig oder zu chaotisch. Aber dazu muss man anfangen. Nur indem Du selbst fotografierst, Dich ausprobierst und auch Inspiration von und bei Anderen suchst, kannst du ein Gefühl dafür entwickeln, was Deine Fotos zu guten Fotos macht.