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    Die Signale der Farben

    Farbpsychologie ist für Fotografen nicht uninteressant. Je nach Stimmung, die man ausdrücken will, spielen die Farben im Bild nämlich eine wichtige Rolle. Hier ein kleiner Exkurs in die Bedeutung der Farben:

    Blau ist eine der beliebtesten Farben überhaupt, unabhängig vom Geschlecht. Viele verbinden das Blaue mit Sympathie und Vertrauen, mit Harmonie und Freundschaft, Verlässlichkeit und Vertrauen und mit Ferne und Unendlichkeit. Es ist allerdings auch die Farbe der Kälte, die bei Betrachter teilweise sogar frieren erzeugen kann. Auf Fotos ist Blau die Farbe, die den stärksten Perspektiveffekt erzeugen kann, indem man mit Intensitäts- und Helligkeitsabstufungen arbeitet.

    Grün ist eine passive Farbe und oft eher positiv konnotiert. Grün ist die Hoffnung, die Jugend, die Lebensfreude. Bei Lebensmitteln gilt entweder „grün gleich gesund“ oder aber „grün gleich giftig“. So verbindet man mit Grün ebenfalls Gift und Dinge, von denen man eventuell besser Abstand halten sollte. Es gibt also positive ebenso wie negative Assoziationen. Lebensfreude, Natürlichkeit und Harmonie treffen auf Unreife, Gift und das Bittere. Je nach Abstufung und Intensität variiert auch die jeweilige Assoziation.

    Rot wirkt alarmierend und zieht den Blick auf sich. Rote Details in der Fotografie sollten daher gut überlegt und für das Bild von entscheidender Wichtigkeit sein, da sie sofort als Eye-Catcher fungieren. Des Weiteren ist es wichtig zu wissen, dass Rot allerlei Emotionen auslösen kann, positiv wie negativ. Einerseits ist es die Farbe der Dynamik, des Feuers, der Leidenschaft, der Liebe – aber auch der Aggression und Wut, der Rache und des Hasses. Je nachdem wie man Rot darstellt, kann es unterschiedlich wirken, ist aber in jedem Fall kraftvoll und zieht Aufmerksamkeit auf sich.

    Gelb besitzt eine sehr starke Leuchtkraft. Die Farbe steht für Lebenskraft und erzeugt eine warme Stimmung, die teilweise bis zum heroischen Gold-Gelbton reicht. Mit Gelb verbindet man grundsätzlich Sommer und Wärme, aber auch Neid und Eifersucht. Grundsätzlich, auch hier abhängig von Farbabstufung und Wärmeanteil, sind die Assoziationen eher positiv.

    Violett wirkt majestätisch und beruhigend, wirkt auf das menschliche Auge beinahe magisch. Oft assoziiert man mit Violett auch das Extravagante und Dekadenz. Je nach Farbabstufung wirkt es aber eher beruhigend und harmonisch. Wenn sich der Himmel früh morgens in ein Rosa-Violett verfärbt und die Welt in ein violettes Licht taucht, bekommen die Fotografien ein besonders harmonisches Flair.

    Weiß ist in der Fotografie eine der schwersten Farben, da sie oft bläulich, gelblich oder gräulich wirkt. Sie steht für Reinheit und Unschuld. Weiß reflektiert oft die Umgebungsfarben und reagiert sensibel auf Lichtstimmungen.

    Die Bedeutung der Farben in der Fotografie. Fotografieren lernen. Foto: Jessica Lee/Unsplash.
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