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    “Einfach schön!” – Tipps für eine bessere Bildgestaltung

    Tipp 1: Eine Sache der Perspektive

    Dieser Punkt wurde schon in anderen Artikeln aufgegriffen – aber seine Wiederholung betont nur seine Wichtigkeit: Wechsle die Perspektive! Wechsle die Höhe deiner Kamera, nutze nicht immer die Augenhöhe. 

    Deine Fotos werden direkt interessanter wirken, wenn du dich hinhockst oder (je nach Motiv, Untergrundbeschaffenheit und körperlicher Verfassung) sogar hinlegst, dich auf einen Felsen stellst, aus einem Fenster im zweiten Stock herunter fotografierst oder sogar auf einen Baum kletterst.

    Versuche einfach mal, ein und dasselbe Motiv aus verschiedenen “Blickwinkeln” abzufotografieren. Dir wird auffallen, WAS einen Unterschied das machen kann.

    Foto: Pixabay

    Tipp 2: zu viele Objektive verderben die Blickschulung

    Natürlich ist es schön, richtig und auch wichtig (und das wurde in diesem und den letzten Artikeln schon oft betont), sich auszuprobieren, so viel wie möglich zu versuchen – aber in diesem Fall… ist zu viel vielleicht auch zu viel. 

    Versuche eine Zeit lang auf das Zoom-Objektiv zu verzichten! Du wirst sehen, das schult deinen Blick ungemein.

    Eine sogenannte Festbrennweite zum Beispiel hat so seine Vorteile: Eine Festbrennweite ist nichts anderes als ein Objektiv, mit dem nicht gezoomt werden kann. Eine 50mm Festbrennweite bleibt auch eine 50mm Festbrennweite. Auf den ersten Blick (... und den wollen wir ja schulen, lass ruhig einen Zweiten zu!) ist es natürlich viel praktischer mit einem Zoom-Objektiv zu arbeiten – aber mit einer Festbrennweite musst du dir gezwungenermaßen mehr Gedanken um dein ganzes Bild machen, nutze das Ganze für dich. Daraus kann man wunderbar lernen!

    Tipp 3: Positiv denken, negativen Raum einbringen!

    Ein sogenannter “negativer Raum” in einem Bild beschreibt den Bereich deines Fotos, der “leer” zu sein scheint. Wenn zu viel los ist in einem Bild, dann weiß man gar nicht mehr, wo man hinschauen soll. Je nach Motiv ist dabei fast schon eine Kopfschmerztablette nötig. Um die Augen des Betrachters etwas zu beruhigen, traue dich, deinem Motiv die Luft zu lassen, die es zum atmen braucht. 

    Nicht jeder Bereich deines Bildes braucht “Action”, im Gegenteil. Nicht nur beruhigt ein Foto mit viel negativem Raum das Auge, es ist auch so, dass das eigentliche Motiv dadurch viel mehr betont wird. Man weiß direkt, um was es geht – man weiß direkt, wo man hinschauen soll.

    Foto: Pixabay

    Tipp 4: Live und in Schwarz-Weiß

    Klar, Farbe ist etwas Wundervolles – und Farbfotos sind seit 1861 praktisch kaum noch wegzudenken. Allerdings ist die Schwarz-Weiß-Fotografie ein wichtiger Bestandteil deines kreativen Hobbys – und sie kann dir sogar helfen. 

    Probiere es einmal: Fotografiere dasselbe Motiv einmal in Farbe und einmal in Schwarz-Weiß und dir wird auffallen, dass es überwältigend anders wirken kann. Dir werden ganz andere Dinge auffallen! Eventuell wirst du sogar beim Blick aufs farblose Foto direkt merken, was man “verbessern” könnte, wenn es dir beim Farbvollen auch nach vier, fünf oder 13 Blicken nicht aufgefallen wäre. Du wirst beinahe automatisch neue Dinge über Bildgestaltung lernen. 

    … Vielleicht entwickelst du auch eine ganz neue Liebe für die Schwarz-Weiß-Fotografie. Das wäre ein Schritt zu deinem “fotografischem Ich”!

    Foto: Pixabay

    Wir betonen es nochmal: Probiere es aus, lerne dazu, mach, was dir Spaß macht und du wirst sehen, dein Blick schult sich fast von selbst.

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