Landschaft malen – das Ufer

    Ob es der Übergang von Strand und Meer ist oder aber einfach nur die Uferkante eines Sees – für die meisten Anfänger reicht dies schon aus und sie sind überfordert. Damit es Ihnen besser ergeht probieren Sie doch mal Folgendes: Wenn man die Wasserfläche schon klar von der Uferfläche abgetrennt hat, beginnt der dringend nötige Feinschliff. Arbeiten Sie zuerst mit einem dunkleren Farbton den Schatten, den die Uferkante wirft, heraus. Tut man dies nicht, erhält der See schnell den Anklang einer riesigen Pfütze. Nun ist die Kante aber immer noch sehr starr. Um diese klare Abgrenzung beider Bereiche etwas aufzulockern beginnt man Grasbüschel und einzelne Halme der Uferkante entlang anzuordnen, z.B. durch Tupfen und feine kurze Pinselstriche. Wichtig hierbei ist, die Farbe des Grases immer wieder in ihren Grünnuancen zu verändern, denn je nach dem in welche Richtung sich ein Grashalm biegt, hat dieser sowohl eine hellere Sonnen-, als auch eine dunklere Schattenseite. Der nächste Schritt ist aber nun der Entscheidende – die Spiegelung der Uferkante im Wasser.

    Betrachtet man seine ersten eigenen Darstellungen von Seen so fällt schnell auf, dass das Wasser fast ausschließlich in einem Blau- oder Grünton gehalten ist. Ebenfalls im Bereich der Uferzone. Dass die Farbe des Wassers sich hier aber mit den Farben des Uferbewuchses mischt, wird schnell vergessen. Deshalb als kleiner Tipp: Malen Sie auch innerhalb des Wassers kleine Grashalme, diese können ruhig etwas unschärfer wirken als die richtigen Gräser. Ebenfalls sollte die Farbe etwas gedämpfter sein, damit der Betrachter nachher klar erkennt, dass es sich nur um Projektionen auf der Wasseroberfläche handelt. So erhalten Sie schnell eine naturgetreue Uferzone.

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