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    Letzte Chance: Tipps für Kirschblüten

    Sie sind immer wieder ein echtes Frühlingshighlight: Kirschblüten. So schnell sie plötzlich kommen, so schnell vergehen sie aber leider auch wieder, deshalb ist gutes Timing geboten. Typische Blütezeit ist der April. Der Höhepunkt der Pracht ist für dieses Jahr schon verstrichen, aber mit etwas Glück hält die Blüte noch bis in den Mai hinein, also Augen auf! Für diese Fotos bin ich erst letzten Freitag losgezogen. 

    Mein erster Tipp zur Planung: Am meisten Spaß macht das Fotografieren an etwas ruhigeren Spots. Orte wie die Bonner Altstadt, an denen im Frühling ein regelrechter Kirschblüten-Hype ausbricht, gegen den mittlerweile sogar schon die Anwohner protestieren, sind nicht unbedingt die besten Foto-Plätze. An weniger populären Kirschblüten-Spots herrscht oft eine angenehmere Atmosphäre und die Bilder sind am Ende wirklich voller Blüten anstatt voller Menschen. Hier ein Link zur Location im Kölner Süden, die ich genutzt habe, ausgekundschaftet von meiner Freundin Tanja, deren Bilder hier auch auftauchen: Klick.

     

    © Jana Niedert
    © Jana Niedert

    Um interessante Bilder zu bekommen, lohnt es sich, mit Perspektive und Licht zu spielen. Beim Fotografieren von Menschen können zum Beispiel Fotos aus der Froschperspektive sehr schön werden, da sie den Blütenhimmel mit abbilden. Die Nachbearbeitung bietet zusätzliche Möglichkeiten, die Blüten in Szene zu setzen: Ich habe einfach mal die Farben der Blüten oder des kompletten Himmels ersetzt oder entfernt.

    Auch Gegenlicht kann einen schönen Effekt abgeben. Auf Bildern, die hauptsächlich Blüten zeigen, hilft dem Bild außerdem in vielen Fällen eine geringe Schärfentiefe sehr, da es so weniger wimmelig wird. Auf welche Blüte ich den Fokus setze, suche ich genau aus.

    © Jana Niedert
    © Tanja Bertenburg
    © Jana Niedert

    Was ich ebenfalls feststellen musste: Blüten gegen den Himmel zu fotografieren, ist gar nicht so leicht. Durch die starke Helligkeit des Himmels werden schnell entweder die Blüten sehr dunkel abgebildet (s. rechts) oder der Himmel gleißend weiß. Eine Möglichkeit, dies in den Griff zu bekommen, ist es, einen Blitz einzusetzen, am besten in Verbindung mit einem Blitzdiffusor Vorsatz (s. unten links). Eine andere, weniger authentische Möglichkeit, ist es, den Himmel in der Nachbearbeitung „auszutauschen“ (s. unten rechts).

    © Tanja Bertenburg
    © Jana Niedert
    © Jana Niedert
    © Tanja Bertenburg

    Erst zu Ende der Blütezeit zu fotografieren hat übrigens auch Vorteile: Einen Blütenschauer auszulösen oder bei windigen Verhältnissen zu fotografieren, kann vor allem bei Fotos von Menschen einen extrem schönen Effekt abgeben. Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass der Ausschuss bei diesen Aufnahmen besonders hoch ist: Entweder verdecken die Blüten wichtige Teile des Gesichts, sind nur an einem Fleck, sind zu viele oder zu wenige und wenn dann mal alles stimmt, stimmt das Gesicht nicht. Deshalb: auf jeden Fall in Serie schießen!

    © Tanja Bertenburg
    @ Jana Niedert
    © Jana Niedert
    © Jana Niedert


    In dem Sinne: Genießen Sie den Frühling!

    Jana

     

    In diesem Beitrag:
     

    Tanja Bertenburg…

    …fotografiert, um ein Stück Kreativität auszuleben, neue Ideen zu verwirklichen und schöne Momente festzuhalten. Am liebsten zieht sie dafür zusammen mit Freunden los. Beim Fotografieren in der eigenen Stadt fällt ihr immer wieder auf: „Wir stoßen oft auf Details und neue Orte, die uns vorher nie aufgefallen sind!"