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    Büro-Special: Haustiere fotografieren

    3 Tipps für scharfe Tierfotos

    Kürzlich erreichte mich süße Post aus dem artistravel Hauptquartier in Bochum Gerthe. Dort springt seit Neuestem Hündin Mia herum, die unserer Kollegin Katja gehört und sich mit ihrem Charme schnell den Status als „Bürohündin“ ergattert hat. Laut wissenschaftlichen Studien sollen Tiere im Büro ja eine positive Wirkung auf das Arbeitsklima haben. Die Kollegen bestätigen das, eine tägliche Kuscheleinheit wirkt Wunder (siehe unten)! 

    Meine Kollegin Hannah hat die Gelegenheit außerdem genutzt, um spontan ein paar tolle Tieraufnahmen mit dem neuen Shootingstar zu machen. Als Fotografie-Studentin geht sie dabei zwar intuitiv, aber (wie man sehen kann) auch gekonnt und mit Konzept vor. Ich zeige Ihnen ein paar einfache Basics, die Hannah mir verraten hat und die auch Ihnen beim Fotografieren ihrer Hunde oder ähnlich wilder Haustiere helfen können: 

    © Hannah Uszball

    Der Knackpunkt: Schärfe

    Die größte Herausforderung bei zappeligen Haustieren ist es, die Bilder scharf zu bekommen, denn sie halten natürlich nicht still. Bei Mia jedenfalls zählt nur: Spaß, Spaß, Spaß. Um sie scharf abzubilden, hat Hannah gezielt ein recht schnelles Objektiv verwendet, das heißt: eines mit schnellem Autofokus. Manuelles fokussieren können Sie bei Hunden vergessen, denn die Bewegungen sind zu schnell, als dass sie mit dem Fokus hinterherkommen würden. Ein weiterer wichtiger Faktor für scharfe Bewegungen in der Fotografie: Kurze Verschlusszeiten!

    Wie immer: gutes Licht

    Über die Verschlusszeit kommen wir gleich zum Licht. Wie in fast jeder fotografischen Situation ist es auch beim Fotografieren von Haustieren hilfreich, bei guten Lichtverhältnissen zu arbeiten. Aber besonders im Fall von kurzen Verschlusszeiten, wie Hannah sie bei Mia benutzt hat, hilft ein sehr helles Umfeld. Denn je kürzer die Verschlusszeit, desto schärfer zwar die Bewegung, aber desto weniger Licht lässt der Verschluss auch rein. Durch ein helles Umfeld lässt sich vermeiden, in der Folge extrem offenblendig fotografieren zu müssen oder den ISO unnötig hochzujagen.

    © Hannah Uszball

     

    Für natürliche Bilder: Teamwork

    Damit die Situation auf den Bildern nicht gestellt wirkt, hilft es außerdem, Ihr Tier zu beschäftigen und so in einem möglichst natürlichen Moment zu erwischen. Das klappt am besten zusammen mit einem Partner, auf den das Tier reagiert. Hannah hat zum Beispiel Mias Frauchen Katja dabei gehabt, die sie zum Beispiel ab und zu mit einem Spielzeug in eine bestimmte Richtung gelockt hat. So lassen sich verschiedene Motive in Bewegung erzeugen. Für Bilder, in denen Mia in die Kamera guckt, hat Hannah sie dann zwischendurch selbst gerufen. Gehen sie das Ganze spielerisch an, so hat ihr Haustier am meisten Spaß und Sie selbst auch!


    Bei Katja wirken die Kuscheleinheiten auf jeden Fall! © Hannah Uszball

    Haustiere sind übrigens eine tolle Gelegenheit, um für die Tierfotografie in der "echten Wildbahn" zu üben. Nutzen Sie diese Chance, wenn Sie sie haben. Und zuletzt muss ich Sie noch vorwarnen: Bei einem so knuffigen Motiv ist das Aussortieren noch viel schwerer als sonst!! 

    In dem Sinne: Danke an Hannah!
    Jana

     

     

    Hannah Uszball...

    ...ist fasziniert von visuellem Storytelling. Fotografieren lernen vergleicht sie mit dem Erlernen einer neuen Sprache – und gleichzeitig der Suche nach einer eigenen Sprache. Neben dem Fotografie-Studium kümmert sie sich bei artistravel vor allem um den Youtube-Kanal.