Bildgestaltung: Kleiner Farbexkurs

    Ein kleiner Exkurs in die Farbpsychologie ist für Fotografen nicht uninteressant. Je nach Stimmung, die man ausdrücken will spielen die Farben nämlich eine ganz wichtige Rolle. Welche Farbe für was genau steht wird im Folgenden kurz beschrieben.

    Rot: Rot zieht den Blick an, sie gehört zu den Warnfarben und bedeutet meist so etwas wie „Achtung!“. Rote Details in der Fotografie sollten daher gut überlegt und für das Bild von entscheidender Wichtigkeit sein, da sie sofort als Eye-Catcher fungieren. Weiterhin ist Rot nicht nur positiv konnotiert mit Emotionen wie Spannung und Dynamik, sondern kann auch negative Emotionen wie Wut und Aggression hervorrufen.

    Grün: Grün ist eine passive Farbe und steht sowohl für Lebensfreude und Natürlichkeit, als auch für Jugend und Unreife. Die Komplementärfarbe zu grün ist rot. Grün gibt es in den unterschiedlichsten Abstufungen, von ganz frischem Hellgrün bis zum fast schwarzen Dunkelgrün.

    Blau: Blau ist die Lieblingsfarbe von etwa 40% der Deutschen und steht für Vertrauen, Harmonie, Verantwortungsgefühl, Freundschaft und Hingabe. Für den Fotografen gilt: Blautöne rücken für unser Auge schnell in den Hintergrund und erzeugen daher Ferne und Abstand.

    Violett: Violett wirkt majestätisch und beruhigend. Die Seele mag die Farbe. Wenn sich der Himmel früh morgens in ein Rosa-Violett verfärbt und die Welt in ein violettes Licht taucht, bekommen die Fotografien ein besonders harmonisches Flair.

    Gelb: Gelb besitzt eine sehr starke Leuchtkraft. Die Farbe steht für Lebenskraft und erzeugt eine warme Stimmung, die teilweise bis zum heroischen Gold-Gelbton reicht.

    Weiß: Weiß ist zum Fotografieren mit eine der schwersten Farben, da sie oft bläulich, gelblich oder gräulich wirkt. Sie steht für Reinheit und Unschuld. Weiß reflektiert oft die Umgebungsfarben und reagiert sensibel auf Lichtstimmungen

    Weitere Tipps von Björn Göttlicher gibt es in seinen Fotokursen und in seinem Buch "Fotografieren wie ein Profi".

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