Filter: Polfilter sind ein Gewinn

    Einfach ausgedrückt sorgt ein Polfilter dafür, dass nur Lichtstrahlen auf Ihrem Foto landen, die Sie auch dort haben wollen. Alle anderen werden absorbiert. Nebeneffekt: Der Filter schützt Ihr Objektiv. Schon die Wikinger sollen Polarisationsfilter benutzt haben, um bei bedecktem Himmel den Sonnenstand herauszufinden. In der Fotografie hilft der Polfilter, störende Reflexe zu unterdrücken, etwa wenn ein Motiv sich hinter Glas oder unter Wasser befindet. Ein schönes Beispiel sind Fotos eines Regenbogens: Ein Polfilter in seinen beiden Extremstellungen bewirkt folgendes: Da die Farbenlinien polarisiertes Licht sind, werden sie bei geeigneter Polarisation unterdrückt – der Regenbogen wird unsichtbar. Dreht man den Polfilter 90°, wird der Regenbogen durchgelassen, das zufällig polarisierte Licht der Wolken rundherum wird geschluckt. So scheint der Regenbogen viel kräftiger.

    Weitere nützliche Eigenschaften: Die Grünwiedergabe von Laub und Gräsern wird verbessert, weil der Filter störende Reflexe des Himmels unterdrückt. Und weil wir gerade von Himmel reden: Der Polfilter hilft auch besonders schöne Wolkenbilder zu zaubern! Ein Großteil des zufällig polarisierten Lichts wird zurückgehalten, so dass der Himmel dunkler und kräftiger erscheint. Weiße Wolken treten deutlicher hervor. Bei starkem Sonnenlicht hilft der Polfilter, extreme Helligkeitsunterschiede auszugleichen, so dass weiße Häuserwände satt vor dem blauen Himmel stehen und nicht überstrahlen.

    Fotografieren lernen im Fotokurs. Foto: Joachim Ohlendorf.
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