Die Blende: Zur Blende und ihrer Einstellung

    Ein kurzes Beispiel zur Veranschaulichung: Angenommen wir haben eine offene Blende mit dem Wert f2,8. Diese ermöglicht es bestimmte Bereiche des Bildes in Unschärfe zu tauchen und nur einen ganz bestimmten Bereich scharfzustellen. Man verwendet diese Blende daher oft bei Portraits, bei denen es z.B. nur um das Scharfstellen der Augen geht. Anders ist es dann wiederum bei Landschaftsaufnahmen, bei denen man möglichst das gesamte  Bild scharfstellen möchte. Hier gilt es die Blendenzahl stark zu erhöhen und somit „abzublenden“, genau so stark, dass nur noch ganz wenig Licht auf den Sensor trifft. Damit das Bild dennoch nicht zu dunkel wird, muss man unter Umständen die Belichtungszeit dementsprechend anpassen und verlängern.

    Grundsätzlich gilt je teurer das Objektiv ist, desto besser ist die Anfangsblende (f1-f2,8). Bei einer solchen offenen Blende geht kaum einfallendes Licht verloren und der Schärfebereich bleibt gering. Der Grund weswegen viele Fotografen es dennoch standardmäßig vorziehen mit Blenden wie f5,6 oder f6,3 zu fotografieren ist der, dass ein Objektiv nicht bei jeder beliebig eingestellten Blende dieselbe Bildqualität erzeugt und der Spielraum meist 2-3 maligem Abblenden ausgereizt ist.

    Viele Kameras verfügen der Einfachheit halber über den Modus der „Blendenvorwahl“ (AV oder A), bei dem man selbst die Blende einstellt und die Kamera dann den automatischen Belichtungszeitraum selbst auswählt.

    Weitere Tipps von Björn Göttlicher gibt es in seinen Fotokursen und in seinem Buch "Fotografieren wie ein Profi".

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