Das Objektiv: Streitpunkt Zoom

    Der Zoomfaktor des Objektivs wird gerne als Verkaufsargument genutzt. Hier lässt man sich besser nicht aufs Glatteis führen! Normalerweise haben hohe variable Brennweiten auch Nachteile. Oder der Verkäufer spricht gar nicht von einem echtem Zoomfaktor - also den Fähigkeit des Objektivs - sondern vom digitalen Zoom, was nichts anderes ist, als eine Ausschnittvergrößerung, die auf Kosten der Qualität geht. Im Zweifelsfall ist man mit einer oberen Brennweite zwischen 100-130mm (das reicht für die meisten Alltagssituationen) und einem vernünftigen Weitwinkelobjektiv am unteren Ende der Brennweite (24mm) gut beraten. Profis ziehen ein Zoomobjektiv manchmal gar nicht in Betracht, sondern arbeiten mit Objektiven mit Festbrennweite. Die Diskussion zu diesem Thema ist beinahe philosophisch, deshalb hier nur zwei allgemeine Feststellungen:

    (1) Objektive mit Festbrennweite können lichtstärker sein als Zoomobjektive.

    (2) Zoomobjektive verleiten zur Bequemlichkeit, was die Wahl des Standortes angeht, verändern aber nur den Bildausschnitt und nicht die Perspektive. 

    Fotografieren lernen im Fotokurs. Foto: Michael Lohmann.
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